thank you, Al.

i had the pleasure and honor to do an interview with al jarreau, r&b-, pop- and jazz-grammy award winner, scat-voice and believer. i will translate his words as soon as possible.


Beten für den richtigen Weg

Al Jarreau gastiert heute Abend in der Burgarena Finkenstein. Ein Gespräch über Gott, über die wichtigen Dinge im Leben und über das Ändern von Denkweisen.

Kärnten ist ein Fixpunkt Ihrer Tour, was bringt Sie immer wieder zurück?

AL JARREAU: Das Publikum und natürlich das wunderschöne Umfeld. Ich sage meinen Managern immer: Zeigt mir das Land, kleine Bühnen, die Menschen. Ich war bei einem Festival in Friesach – die Kostüme, die Flaggen – unglaublich schön.

Musikern wird immer nachgesagt, eine Mission, eine Botschaft zu haben. Welche Botschaft bringen Sie mit?

JARREAU: Wie lange haben Sie Zeit? (lacht) Das Leben ist zu kurz, um den Kopf in den Sand zu stecken, es ist ein Geschenk Gottes. Und Gott will, dass wir glücklich sind. Wenn ich auf der Bühne stehe, will ich lachende Gesichter sehen – das ist mein Beitrag.

Unbeschwertes Glück – das passt doch irgendwie nicht zum Zeitgeist, oder?

JARREAU: Doch, doch. Wir reden uns doch ständig nur selbst ein, wie schlecht es uns geht. Ich zum Beispiel freue mich jeden Tag, dass ich noch aufwache, dass ich zu essen habe und noch gehen kann. Das sind die wirklich wichtigen Dinge im Leben.

Sie sind bis heute der einzige Musiker, der Grammys in drei verschiedenen Kategorien (Jazz, Pop und R&B) gewonnen hat. Heute wird die Musik doch immer kommerzieller.

JARREAU: Madonna hat einmal gesungen: I´m a material girl in a material world. Das wird schon so stimmen, auch wenn ich gute Ansätze für eine Gegenentwicklung sehe: Hip-Hop zum Beispiel, da gewinnen die Künstler wieder an Unabhängigkeit.

Was hört Al Jarreau?

JARREAU: Ganz ehrlich: Ich bin ein schlechter Zuhörer (lacht). Viele neue Interpreten im Radio kenne ich nicht, aber das ist, glaube ich, auch egal. Wenn die Musik gut ist, ist der Name am Etikett unwesentlich.

Welches Buch beschäftigt Sie?

JARREAU: Es ist ein Werk von Ernest Holmes, der in Amerika die „Church of Religious Science“ gegründet hat. Die Kernaussage: Wenn du dich ändern willst, ändere zuerst deine Denkweise, das versuche ich auch in meiner Musik zum Ausdruck zu bringen.

Noch einmal zurück zu Ihrer Botschaft und zum Zeitgeist: Der Krieg in Irak geht weiter. Können sich Ihre Landsleute und der Rest der Welt trotzdem noch unbeschwert des Lebens erfreuen?

JARREAU: Wenn man als großes Land in ein kleines einmarschiert, dann sollte es mit Brot, Butter und Medikamenten sein. Ich bin mir nicht sicher, ob wir nicht ein größeres Problem geschaffen haben, als es zuvor gab. Ich bete deshalb, dass Bush und der Kongress die richtigen Entscheidungen treffen, denn es ist eine schlechte Idee, andere Länder, die eventuell eine Atombombe in der Hand haben, nervös zu machen. Es ist ein schwierige Situation, aber wir müssen nach vorne schauen.

INTERVIEW: STEFAN JÄGER

I believe.

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